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Die Menopause ist die letzte Regelblutung einer Frau, die etwa im 52. Lebensjahr stattfindet. Obwohl die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in den letzten Jahrzehnten wesentlich gestiegen ist, hat sich dieser Zeitpunkt kaum verschoben.
Es gibt aber individuelle Schwankungen. Einige Frauen haben die Menopause bereits mit Mitte 40, andere erst mit Mitte 50. Verantwortlich für diese Schwankungen ist hauptsächlich die erbliche Veranlagung. Häufig tritt die Menopause etwa im gleichen Alter ein, wie bei Mutter und Großmutter. Darüber hinaus gilt es heute als sicher, daß Raucherinnen durchschnittlich 2 Jahre früher ihre Menopause haben, als Nichtraucherinnen.
Es werden weitere Faktoren diskutiert, die den Zeitpunkt der Menopause beeinflussen sollen. Als Ursachen eines frühen Eintritts der Wechseljahre wird unter anderem Kinderlosigkeit oder eine frühe erste Periodenblutung (Menarche) angenommen. Es wird auch vermutet, daß bei Frauen mit mehr als einem Kind die Menopause später eintritt. Auch stark übergewichtige Frauen kommen später in die Wechseljahre. Sichere Beweise gibt für die genannten Zusammenhänge aber nicht.
Im Einzelfall weiß man immer erst rückblickend, wann die Menopause stattgefunden hat. Tritt ein Jahr lang keine Blutung mehr auf, so kann man ziemlich sicher sein, daß auch keine weiteren mehr folgen werden.
Vorzeitige Wechseljahre
Von vorzeitigen Wechseljahren spricht man, wenn die Menopause vor dem 40. Lebensjahr eintritt. Genetische Faktoren, Autoimmunerkrankungen oder auch die Einnahme bestimmter Medikamente können dafür verantwortlich sein. Diskutiert werden auch starkes Untergewicht, Rauchen, physischer und psychischer Stress etc. Diese und andere Faktoren der Lebensführung (wie z.B. übertriebene Diäten) können auch zum zeitweisen Ausbleiben der Regelblutung führen. Das längerfristige Ausbleiben der Regelblutung bei jungen Frauen sollte immer ein Grund sein, den Arzt aufzusuchen.
Frauen mit einem frühzeitigen Eintritt der Menopause verbringen wesentlich längere Zeit ohne den schützenden Effekt der Östrogene. Sie sind daher einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Gerade im Hinblick auf das damit einhergehende Osteoporoserisiko empfehlen Ärzte dann häufig eine Hormonbehandlung.
Induzierte Wechseljahre
Induzierte Wechseljahren treten ein, wenn die Funktion der Eierstöcke durch medizinische Eingriffe dauerhaft beeinträchtig wird.
Wenn beide Eierstöcke entfernt werden müssen, kommt es zum sofortigen Ausbleiben der Regelblutung. Es entwickelt sich sehr schnell ein Östrogenmangel, der zu Wechseljahrsbeschwerden führen kann und die Entstehung von Krankheiten begünstigt. Die alleinige Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) führt nicht zum Eintritt der Wechseljahre, wenn die Eierstöcke erhalten bleiben. Zwar hat die Frau dann keine Regelblutung mehr und kann auch nicht mehr schwanger werden. Die Eierstöcke produzieren aber weiterhin Sexualhormone, so daß es zunächst nicht zu einem Östrogenmangel kommt. Dennoch stellen die Eierstöcke hysterektomierter Frauen ihre Funktion durchschnittlich 2 - 3 Jahre früher ein als bei Frauen mit einer gesunden Gebärmutter.
Auch durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung im Bereich des Unterleibes (z.B. bei Krebserkrankungen) kann die Eierstocksfunktion dauerhaft beeinträchtigt werden. Je nach dem Grad der Schädigung treten die Wechseljahre sofort ein, oder entwickeln sich über mehrere Monate.
Erfahrungsgemäß leiden Frauen mit induzierten Wechseljahren stärker unter Wechseljahrsbeschwerden, als Frauen mit einer natürlichen Menopause.
Die vorzeitigen und induzierten Wechseljahre haben eine Reihe von Besonderheiten, die im Rahmen dieser Websites nicht diskutiert werden können. Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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