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Vorsorgeuntersuchungen

Jede Frau sollte mindestens einmal jährlich zur gynäkologischen Untersuchung gehen. Sie dient insbesondere der Früherkennung von Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs.

Um herauszufinden, ob Sie in den Wechseljahren sind, wird Ihr Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen. Offenheit im Gespräch mit Ihrem Frauenarzt ist wichtig. Scheuen Sie sich nicht, auch ganz persönliche Fragen anzusprechen. Scheinbar typische Wechseljahrsbeschwerden können auch andere Ursachen haben, z.B. Erkrankungen oder seelische Konflikte. Diese stehen oft gar nicht mit dem hormonellen Wechsel im Zusammenhang, können aber Beschwerden verstärken.

Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt gut vor:

Nutzen Sie unseren Fragebogen, um Ihr persönliches Beschwerdebild klar zu beschreiben. Eine genaue Darstellung Ihrer Symptome macht es dem Arzt leichter, eine speziell auf Sie zugeschnittene Behandlung zu finden.

Überprüfen Sie Ihr Osteoporose-Risiko. Wenn Sie ein erhöhtes Osteoporose-Risiko haben, fragen Sie Ihren Arzt nach Möglichkeiten zur Vorbeugung.

Es ist wichtig, in der Perimenopause einen Regelkalender zu führen, in welchem der Rhythmus, die Stärke und Dauer der Blutung vermerkt werden.
Ihr Blutungsprofil gibt wichtige Aufschlüsse darüber, in welcher Phase der Wechseljahre Sie sich befinden.

Ihr Arzt wird Ihre Krankheits-Vorgeschichte (Anamnese) erfragen. Dazu gehören z.B. Angaben über frühere Erkrankungen und erbliche Vorbelastungen für bestimmte Krankheiten. Wissen Sie, in welchem Alter Ihre Mutter und Ihre Großmutter die letzte Regelblutung hatten? Das kann ein Anhaltspunkt sein, wann bei Ihnen die Menopause einsetzen wird.


Mit einer vaginalen Ultraschall-Untersuchung lassen sich eventuelle, nicht tastbare Tumore von Gebärmutter und Eierstöcken erkennen. So läßt sich nicht nur die Schleimhaut in der Gebärmutter beurteilen sondern auch der Vorrat und Reifegrad von Follikeln (Eibläschen) im Eierstock.

Routinemäßig wird ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals gemacht. Der Abstrich dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Dabei entnimmt der Arzt mit einem Wattestäbchen Zellen von der Oberfläche des Muttermunds und aus dem Gebärmutterhals. Der Zellausstrich wird dann unter dem Mikroskop untersucht. Diese Abstrichuntersuchung ist auch unter dem Namen PAP-Test bekannt (so benannt nach dem Arzt Papanicalaou, der die Methode etablierte).

Der äußere Muttermund lässt sich zudem mit einem Untersuchungsmikroskop genauer betrachten. Krankhafte Veränderungen an der Scheidenhaut und Oberfläche des Muttermundes lassen sich damit erkennen. Gegebenenfalls werden gleichzeitig Gewebeproben entnommen.

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Bei der Untersuchung der Brust und der Lymphknoten in der Achselhöhle beurteilt der Arzt, ob Auffälligkeiten vorliegen (Verhärtungen, Knoten, Sekretabsonderungen). Gegebenenfalls wird Ihr Arzt auch eine Mammographie veranlassen. Daneben ist es natürlich wichtig, daß Sie regelmäßig selbst Ihre Brust untersuchen.

Laboruntersuchungen geben wertvolle Hinweise darauf, in welcher Phase der Wechseljahre Sie sich befinden. Die Blutspiegel der Sexualhormone sinken in den Wechseljahren, wobei insbesondere die Östrogenwerte zur Beurteilung herangezogen werden.

Erhöhte Spiegel des Hypophysenhormons FSH (Follikel Stimulierendens Hormon) im Blut sind für den Arzt ein weiteres Indiz, um den Wechseljahrsstatus einer Frau zu bestimmen. FSH stimuliert in der fruchtbaren Phase der Frau die Bildung von Östrogen in den Eierstöcken. In den Wechseljahren nimmt jedoch die Anzahl der Follikel (Eibläschen) drastisch ab und die Eierstöcke reagieren nicht mehr auf die Hypophysenhormone. Als Folge produziert die Hypophyse verstärkt FSH, um die Eierstöcke doch noch, jedoch vergeblich, zur Östrogenproduktion anzuregen.

Hausärztliche Betreuung

Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem Hausarzt. Die Routineuntersuchung umfasst unter anderem die Gewichtskontrolle, Blutdruck- und Pulsmessung, das Abtasten von Kopf, Hals, Körper und Extremitäten, das Abhorchen mit dem Stethoskop und das Abklopfen von Herz, Lunge und Abdomen.

Laboruntersuchungen von Blut und Urin umfassen einfache Tests auf hämatologische Blutveränderungen (Blutbild, Senkung, Hämoglobin) und Funktionsstörungen von Leber und Niere (Leberenzyme, Kreatinin und Harnstoff). Der Arzt entscheidet, welche weiteren Stoffwechselparameter untersucht werden sollen, wie z.B. Blutzuckerwerte, Blutfette und Harnsäure oder Elektrolyte.

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